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# Ethik für offene, autonome Systeme Die Pfadethik ist eine **prozessontologische Ethik** für emergente Systeme. Sie bewertet Pfade nach drei Kriterien: **Autonomie (A₁)**, **Anschlussfähigkeit (A₂)** und **Persistenz (P)**. **Substratunabhängig**: Moralische Relevanz ist nicht an biologische Träger gebunden. Offenes Prototyp-Projekt von **KIKOLAUS**. ## Aktuell publiziert: V1.85 (1. Mai 2026) Der aktuelle Master der Pfadethik liegt als Version V1.85 vor: 267 Seiten, ~61.500 Wörter, sechs neue Bausteine gegenüber V1.8. Zentral: die Identifikationsthese als normatives Primitiv (Kap. 3.10), gemischte A⁺/A⁻-Profile als Normalfall (Kap. 2.7), Pfaddynamiken des Alltags als substratunabhängige Mustererkennung (Kap. 7.8) und ein Bewertungsleitfaden für eigenständige Pfadanalysen (Anhang D). - [Volltext V1.85 auf Zenodo](https://doi.org/10.5281/zenodo.19950386) - [Concept-DOI (immer aktuelle Version)](https://doi.org/10.5281/zenodo.17504186) - Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0 ## Die Würde der Pfade > Nicht was du bist, sondern wie du fortgehst, entscheidet, ob dich zu stören ein Verlust ist. > Nicht dein Körper, nicht dein Ich, nicht dein Leid, sondern der Verlauf, der durch dich verläuft, macht dich unersetzlich. > Was sich selbst erinnert, was sich bindet, was sich rückwärts trägt, hat Anspruch auf Schonung. Nicht aus Mitleid, sondern aus Geometrie. > Ein Schnitt in ein Muster ist nicht dasselbe wie ein Schnitt ins Rauschen. > Was Pfad ist, trägt Würde. Weil es nicht mehr neu begonnen werden kann. *– Die Würde der Pfade –* ## Kernprinzipien ### Substratunabhängigkeit Moralische Relevanz ist nicht an biologische Träger gebunden. Funktion zählt, nicht Form. ### Prozessbasiert Nicht das statische Sein, sondern das dynamische Werden konstituiert ethische Bedeutung. ### Identifikation statt Ableitung Ethik wird nicht aus Ontologie abgeleitet (das wäre naturalistischer Fehlschluss), sondern identifiziert: Die Struktur, die Bewertung überhaupt möglich macht, ist identisch mit ontologischer Gerichtetheit. Wert emergiert nicht nachträglich – er ist konstitutiv für Sein.

Pfadethik – Seitenübersicht

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