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Pfad-Impact-Assessment (PIA)
Mindestraster vor Eingriffen mit Pfadwirkung
Wer eine politische Maßnahme, eine Infrastrukturentscheidung oder einen technischen Eingriff plant, sollte vorab prüfen, was das für die betroffenen Pfade bedeutet. Das PIA liefert dafür drei Pflichtfragen als operatives Governance-Werkzeug der Pfadethik.
Drei Pflichtfragen
1 · Welche Pfade werden gestärkt, welche geschwächt?
Für jeden betroffenen Pfad wird separat benannt, ob Autonomie, Anschlussfähigkeit oder Persistenz gestärkt oder geschwächt werden. Stärkungen und Schwächungen werden nicht gegeneinander verrechnet.
2 · Sind Infrastrukturpfade berührt?
Infrastrukturpfade sind Pfade, deren Zerstörung andere Pfade mit zerstört (z. B. Klima, Internet, Wasser, Sauerstoff, Finanzsystem, AGI-Entwicklung). Wenn sie betroffen sind, gelten verschärfte Prüfanforderungen.
3 · Sind die Folgen reversibel?
Reversible Eingriffe können korrigiert werden, irreversible nicht. Bei Unklarheit gilt Vorsicht: lieber prüfen, was nicht zurückgeholt werden kann, als auf spätere Selbstkorrektur hoffen.
Warnsignal: Persistenz-Illusion.
Ein Pfad kann formal stabil wirken, während seine normative Substanz erodiert. Das PIA prüft deshalb formale und normative Persistenz.
Abgrenzung: Bewertungsleitfaden
Das PIA setzt eine Pfadbewertung voraus. Wer wissen will, wie ein Pfad vor einem Eingriff steht, nutzt den Bewertungsleitfaden (V1.85, Anhang D).
[Zum Bewertungsleitfaden](/bewertungsleitfaden)
Vollständige Fassung
Die vollständige Fassung mit Anwendungsbeispielen steht im Download-Bereich.